Verkehr

Die Infrastruktur eines Ortes ist entscheidend für dessen Attraktivität. Eine günstige Verkehrsanbindung durch überörtliche Verbindungsstraßen ist besonders für Pendler ein wichtiger Standortfaktor. Gleichzeitig können unsere Ortsteile nur Lebensqualität bieten, wenn der überörtliche Verkehr nicht direkt durch die Ortskerne führt. Deshalb habe ich mich von Beginn meiner ersten Amtszeit an für unsere Ortsumfahrungen eingesetzt. Neben dem Bau der Teilumfahrung für Gerstetten im Jahr 2011 konnte im Jahr 2017 nach über 50 Jahren die Ortsumfahrung für Heuchlingen für den Verkehr freigegeben werden.

Wichtig für die Entwicklung unserer Ortsteile ist die städtebauliche Gestaltung der historischen Ortsmitten. Mit Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm konnten in Gerstetten und Dettingen die Ortsmitten städtebaulich gestaltet und revitalisiert werden. In Gussenstadt und Heldenfingen konnten wir viele Maßnahmen über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum umsetzen. Diese erfolgreiche Arbeit soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Mit der Freigabe der Ortsumfahrung bietet sich in Heuchlingen erstmals die Möglichkeit einer solchen städtebaulichen Entwicklung. Gemeinsam mit der Bürgerschaft möchte ich in den kommenden Jahren Heuchlingen dorfgerecht weitergestalten. Erste Veranstaltungen haben bereits stattgefunden, nun gilt es die Ergebnisse weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Neben der Neugestaltung ist auch die Sanierung und Instandhaltung unser örtlichen Straßen eine wichtige Aufgabe. Die Finanzierung dieser, oft sehr teuren Maßnahmen ist nur durch die Generierung von Fördermitteln realisierbar. In den vergangenen Jahren konnten wir sukzessive ganze Straßenzüge sanieren. Auch in den nächsten Jahren stehen weitere Maßnahmen an. Deshalb werde ich mich auch in Zukunft für eine gut koordinierte Straßensanierung und die Beschaffung von Fördermitteln einsetzen.

Breitband

Eine flächendeckende Breitbandversorgung ist auch im ländlichen Raum unerlässlich. In allen Ortsteilen wurde in den vergangenen Jahren durch private Anbieter Kabelverzweiger mit Glasfaser und der Vectoringtechnik erschlossen. In fast allen Bereichen sind nun Bandbreiten zwischen 25 und 100 Mbit/s möglich.

Langfristig wird jedoch nur durch die Anbindung eines jeden Gebäudes mit Glasfaser der steigende Bedarf an Bandbreiten abgedeckt werden können. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Heidenheim wurde für alle Ortsteile eine Planung für dieses künftige Glasfasernetz erstellt. Bei allen größeren Tiefbauarbeiten legen wir seit mehreren Jahren Leerrohre für dieses künftige Glasfasernetz ein. Mit der momentanen Förderpraxis des Landes Baden-Württemberg und des Bundes ist dies nur schwer umsetzbar. Die Förderhürden sind hoch, bei vielen Maßnahmen erhalten wir momentan keine Fördermittel mehr, da durch den Ausbau der privaten Anbieter bereits relativ hohe Bandbreiten erreicht werden. Doch ich werde dafür kämpfen und mich dafür einsetzen, dass diese Förderpraxis geändert wird.

Mein Ziel ist ein im Eigentum der Gemeinde stehendes Glasfasernetz, das eine anbieterneutrale Ausschreibung zulässt. Jeder Kunde soll die Wahl zwischen mehreren Anbietern haben.

Rettungswesen

Im Ernstfall zählen Sekunden! Dafür benötigen wir gut ausgebildete Feuerwehren in allen Ortsteilen, mit einer guten Ausstattung und einer guten Ausbildung. Konsequent werde ich mich auch künftig für die Erneuerung dieses Feuerwehr-Fuhrparkes und die Aus- und Fortbildung einsetzen. Hierzu gehört auch die adäquate Ausstattung unserer Jugendgruppen.

Im Notfall ist es wichtig, dass innerhalb von Minuten ein Notarzt oder Rettungswagen vor Ort ist. Durch meinen Einsatz konnte im Jahr 2015 eine, interimsweise am Marktplatz untergebrachte Rettungswache des DRK in Betrieb genommen werden. Diese hat sich innerhalb kürzester Zeit bewährt und die Ausrückzeiten in Gerstetten, den Ortsteilen, aber auch im Bereich Altheim und Söhnstetten enorm verkürzt. Durch die Erweiterung des bisherigen Feuerwehrgerätehauses, kann ein gemeinsames Rettungszentrum, mit der Zusammenführung von Feuerwehr und Rettungsdienst, realisiert werden. Dadurch soll der Rettungsdienst langfristig in Gerstetten etabliert und gesichert werden. Darüber hinaus ist das bestehende Feuerwehrgerätehaus nicht für die Größe der modernen Löschfahrzeuge ausgerichtet. Durch den Erweiterungsbau können weitere Fahrzeuge untergebracht und das Ziel weiterverfolgt werden, einen Schlauchwagen SW-KatS, also ein Bund-Fahrzeug für den Katastrophenschutz in Gerstetten zu stationieren.

Aber selbst die beste Infrastruktur kann das ehrenamtliche Engagement der im Rettungswesen tätigen nicht ersetzen. Dieses weiterhin zu stärken ist ein Ziel für die nächsten acht Jahre.